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Betr. Leserbrief zur Berichterstattung im OHA
Als ich am Dienstag mein Lieblingsregionalblatt aufschlug und an prominentester Stelle auf der 1. Seite den „informativen“ Artikel über den Formfehler der CDU bei der Kandidatenaufstellung las, habe ich mich gefragt, welchen Eutiner Bürger wohl die genaue Wahl-Platzierung von Frau Pitzner und Herrn Godow interessiert, oder ob es nicht mehr Informationsbedarf gerade auch über die Stadtvertretungsbeschlüsse der (meist allein) entscheidendenden CDU gibt.
Mich würde z.B. wesentlich mehr interessieren, wie sich durch solche Entscheidungen das Stadtbild verändert. So z.B. auf dem ehemaligen Krankenhausgelände, auf dem ja nicht nur eine durchaus akzeptable Bebauung mit Seniorenwohnungen und Pflegeheim an der Elisabeth- und Hospitalstrasse möglich sein wird, sondern auch eine völlig unakzeptable -in der Wirkung 5stöckige- Bebauung mit Eigentumswohnungen über insgesamt 100 m Länge, 7m vom Wanderweg entfernt, und vollständig in der 50m Uferschutzzone des Kleinen Sees angesiedelt. Wenn die Vertreter der FWE und SPD für diesen Teil des Bebauungsplanes, bei dessen Ausführung über eine lange Strecke eine „hohe Mauer“ neben dem Wanderweg aufragen wird, in einem Gebiet, in dem eigentlich gar nicht gebaut werden darf, noch über Alternativen diskutieren wollen, erfahren die Bürger nur, das die FWE mal wieder „dagegen“ war und Herr Tech und Herr Jepp darüber hinaus durch Nichteinhaltung der Formvorschriften (hier sind sie ja wieder!) dem Gremium die ganz große Einigkeit verwehrt haben. Die Interpretation von Herrn Bürgermeister Schultz, die Formfehler nicht weiter zu beachten, da die Herren ja mit ihrer Stimmabgabe die Entscheidung nicht beeinflusst haben, ist wegen ihres Pragmatismus sehr zu begrüßen. Die Stadtentwicklung hätte allerdings mehr davon profitiert, wenn man auf „die Querulanten“ gehört hätte. Und von meiner Zeitung wünsche ich mir in Zukunft noch mehr Detailinformationen über die Ortspolitik, damit die Bürger ihren Beteiligungsmöglichkeiten, z.B. bei einem ausgelegten B-Plan auch mal mit einem Informationshintergrund und damit mit mehr Interesse nachgehen können. Oder muss ich mir mal ein anderes Lieblingsregionalblatt suchen?
Gabriele Trepka